Tipps zum Gärtnern

Blumenzwiebeln

Blumenzwiebeln – Im Herbst setzt man den Frühling

Blumenzwiebeln sind für Gartenfans die versteckten Schätze, quasi die selbstgemachte Überraschung. Man setzt sie im Herbst als Zwiebel oder Knolle ohne Blüten oder Wurzeln einfach in die Erde – und irgendwann im Frühling kommen dann an fast vergessener Stelle die schönsten Blumen hervor. Für uns die tollste Art des Gärtnerns.

Und diese Überraschung kann zeitig beginnen: Erste Frühblüher können schon Ende Februar (je nach Winterverlauf) zum Blühen kommen. Schneeglöckchen und Blausternchen sind wohl die ersten. Gleich gefolgt von Märzenbechern und frühen Krokussen. Die kleinen Zwiebeln setzt man am besten zu mehreren in ein Pflanzloch. Da kommt es nicht so darauf an, dass sie alle richtig nach oben zeigen. Sie werden sich schon aufrichten.

Apropos Pflanzloch: Grundsätzlich gilt, dass Sie jede Zwiebel etwa dreimal so tief setzen, wie sie selbst hoch ist. Große Zwiebeln sind also viel tiefer zu vergraben als kleine.

Nach den frühesten, meist süßen kleinen Frühlingshelden kommen die Klassiker: Narzissen und Tulpen. Auch hier gibt es frühe und spätere Sorten. Nehmen Sie beide in die Beete und freuen sich über vier bis fünf Wochen Blütenpracht in allen gewünschten Farben.

Unser Tipp: Bevorzugen Sie die einfach blühenden – also nicht gefüllt blühenden Sorten. Sie sind standfester und langlebiger. Gefüllte Blütenköpfe sind oft bei Regen zu schwer und fallen um. Außerdem brauchen sie kräftig Dünger, um im nächsten Jahr wieder zu blühen.

Den Abschluss bilden die späten Zwiebelarten wie Zierlauch und Kaiserkrone. Auch Exoten wie Steppenkerze und Lilie sind eher Boten des Sommers. Alles in allem können Sie über vier Monate bunte und prächtige Blüte in Garten und größeren Pflanzgefäßen mit Zwiebeln und Knollen erreichen.

Danach ziehen sich alle Zwiebeln zurück. Das heißt sie ziehen ihre Kraft aus den Blättern für nächstes Jahr in den dicken Speicher. Daher nicht gleich die matten Blätter abschneiden. Ruhig und geduldig warten, bis sie ganz welk sind. Sie danken es im Folgejahr.